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Archive for Januar, 2012

Kaffeelexikon – Crema

Als Crema bezeichnet man den Schaum auf einem Espresso, der aufgrund seiner Bestandteile einen großen Teil zu dessen Aroma beiträgt. Sie entsteht durch den bei der Zubereitung erzeugten Druck, mit dem der Espresso aufgebrüht wird. Viele Espressomaschinen oder Kaffeevollautomaten verwenden ein Luftventil, um künstlich eine Crema herzustellen. Dies wird als großer Vorteil dieser Maschinen angepriesen, das Ergebnis ist jedoch mit einer echten Crema nicht zu vergleichen. Man erkennt per Ventil aufgeschäumte “falsche” Crema an den groben Luftbläschen, während “echte” Crema eine sehr dichte Schaumschicht bildet. Die Crema besteht aus Kohlenstoffdioxid sowie verschiedenen Proteinen, Ölen und Zucker. Anhand der Menge der gebildeten Crema und ihrer Farbe lassen sich Rückschlüsse auf die Zubereitung des Espressos sowie auf Qualität, Mahlgrad und Frische der Bohnen ableiten. Kaffeebohnen verlieren mit der Zeit Kohlenstoffdioxid, sodaß die mit älteren Bohnen hergestellte Crema deutlich an Menge und Konsistenz gegenüber frischen Bohnen einbüßt. Ist der Druck bei der Zubereitung des Espresso zu niedrig, wird ebenfalls weniger Crema gebildet. Gleiches gilt für zu grob gemahlene Kaffeebohnen. Einige Kaffeesorten bilden auch von Natur aus weniger Crema. Daher bestehen viele Espressokaffeemischungen aus einem Blend aus Arabica- und günstigeren Robustabohnen. Arabicabohnen verleihen dem Espresso einen milderen Geschmack, der Robustabohnenanteil sorgt für mehr Crema. Eine helle Crema zeigt dem Kaffeeexperten, dass der Espresso mit zu wenig Druck oder mit einer zu geringen Temperatur aufgebrüht wurde, eine dunkle Crema hingegen wurde zu heiß aufgebrüht. Nur eine rehbraune Crema lässt darauf schließen, dass der Espresso mit frischen, gut gemahlenen Qualitätsbohnen und perfekter Temparatur aufgebrüht wurde.

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Kaffeelexikon – Blue Mountain Kaffee

Blue Mountain Kaffee ist eine spezielle Art der Arabica-Kaffeesorte. Die Kaffeebohnen werden im östlichen Teil der Insel Jamaika in den Blue Mountains angebaut, welche dieser Kaffesorte ihren Namen verleihen. Das Anbaugebiet liegt zwischen 910 und 1700 Metern hoch und ist mit insgesamt ca. 6000 m² sehr klein. Das besondere Klima – geprägt durch eine hohe Niederschlagsmenge und Luftfeuchtigkeit sowie gemäßigten Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad Celsius – und nicht zuletzt der nährstoffreiche Boden lassen die Kaffeebohnen langsamer als üblich reifen und geben dem Blue Mountain Kaffee sein besonderes Aroma. Mit mehr als 150 Euro pro Kilogramm ist er eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Neben den optimalen Anbaubedigungen sind auch die erschwerten Erntebedingungen sowie die geringe Anbaufläche ein Grund für den vergleichsweise hohen Preis. Die Lage in den Blue Mountains lässt es nicht zu, dass die Bohnen maschinell geerntet werden. Alle Bohnen des Blue Mountain Kaffees werden per Hand gepflückt. Die Qualität und Echtheit des Kaffees wird auf Jamaika durch das Coffee Industry Board garantiert. Blue Mountain Kaffee wird in fünf verschiedene Qualitätsstufen (No. 1 bis No. 3 sowie Peaberry und Triage) eingeteilt, wobei Faktoren wie Farbe, Größe und Feuchtigkeitsgehalt der Bohne sowie augenscheinliche Mängel für die Klassifikation entscheidend sind.

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